Aufgabe1
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Jetzt, wo Frederik nicht mehr an das Kinderbettchen gefesselt ist, kann er sich so richtig austoben. Schon praktisch, wenn man in der Wüste wohnt und quasi einen riesigen Sandkasten direkt vor der Haustür hat. Aber auch drinnen lässt sich viel Unfug treiben. Zu Frederiks absoluten Lieblingsspielen gehört, sich als König zu verkleiden, auf den Stuhl zu steigen und seinen Kuscheltieren mit stolzer Miene Befehle zu erteilen. Woher er aber die Perücke genommen hat, wird wohl auf ewig sein Geheimnis bleiben.

 
 
 

Stefan bastelt hingegen weiter an seiner Karriere und das im wahrsten Sinne des Wortes. Da im Labor ständig die ganzen Geräte kaputt gehen, wird dringend jemand gesucht, der sie wieder flott machen kann. Der Alleinherrscher scheint mit Stefans Forschungsergebnissen übrigens hoch zufrieden und befördert ihn zu seinem privaten Forscher, der sich um die geheimsten Experimente kümmern darf.

 
     
 

Zum Glück kann der Alleinherrscher nicht beobachten, wie es bei Stefan und Kalvin am Frühstückstisch zugeht. Nicht nur, dass ständig ungesunder Kuchen gefuttert wird, Kalvin Tischmanieren lassen auch sehr zu wünschen übrig.

 
     
 

Dafür hat Kalvin eine neue Leidenschaft entdeckt: Gitarre spielen. Das Malen wurde ihm auf Dauer doch zu langweilig, außerdem bekam er vom langen stehen in der prallen Sonne immer einen Sonnenstich. Jetzt „beglückt“ er seine Familie mit „lieblichen“ Tönen. Und das auch gerne Mal sehr leicht bekleidet ;)

 
   
 

Da Frederik bislang mehr oder weniger nur Zuhause gewesen ist, kennt er noch keine anderen Kinder. Erste Kontakte knüpft er im Schulbus. Leider ist er nicht sonderlich erfolgreich damit. Madelaine hat wenig Lust sich mit ihm zu unterhalten. Er ist ihr einfach viel zu jung, schließlich wird sie bereits in einem Tag zum Teenager. Was soll sie da mit einem kleinen Kind anfangen. Aber auch Frederik wird nicht mehr lange so klein bleiben.

 
   
 

Das bemerkt auch Stefan. Und er bemerkt vor allem, dass er selbst nicht mehr lange jung bleiben wird. Zur Feier des Übergangs in den neuen Lebensabschnitt wird eine Grillparty im Garten veranstaltet.

 
     
 

Und auf der Party lässt Stefan noch mal richtig die Sau raus. Er ahnt wohl, dass sein Rücken die wilden Tanzbewegungen schon bald nicht mehr wird mitmachen können. Aber noch genießt er das Tänzchen mit Eddy Fuller.

 
     
 

Und dann ist es so weit. Unter Geklatsche, Gejubel und Gegröle der Partygäste wird Stefan vom Erwachsenen zu Rentner. Das passende Safarioutfit hat er auch gleich verpasst bekommen. Nur ist dem Spiel wohl nicht klar, dass Stefan noch lange nicht daran denkt, seinen Job an den Nagel zu hängen. Die Safari muss also warten bis Stefan noch zwei weitere Beförderungen einheimsen kann. Stefans langjähriger Arbeitskollege Maurizio Pash freut sich besonders über Stefans Alterswechsel. Er selbst ist schon lang genug Senior und weiß, dass das gar nicht so schlimm ist. In der Tat freut er sich schon darauf, mit Stefan auf einer Parkbank zu sitzen und nervige, kleine Kinder mit altem Brot zu bewerfen und sie „Rabauken“ zu nennen. Doch leider wird daraus nichts, denn noch in derselben Nacht muss Maurizio feststellen, dass das Alter auch Nachteile hat: Früher oder später kommt einfach der Sensenmann vorbei.

 
   
 

Frederik muss noch lange nicht an den Sensenmann denken. Für ihn zählen erst einmal Freunde. Und in der Schule lernt er Raynaldo Mendez kennen. Der findet, im Gegensatz zu Madelaine, Frederik überhaupt nicht langweilig und lädt ihn zum Spielen nach Hause ein. Frederik klappt erst einmal die Kinnlade herunter, als er sieht, in was für einer Villa sein Schulfreund wohnt. Die leeren Pferdeställe sind allerdings ein deutlicher Hinweis, dass die entlaufenden Pferde, die Setra seit Wochen unsicher machen, wohl mal hier zuhause waren.

 
     
 

Stefan findet, dass man als Senior noch viel besser angeln kann, als vorher. Und da ihm die gewöhnten Ufer zu langweilig werden, versucht er einfach mal aus, was er im verdreckten Hafenbecken so alles an die Leine bekommt. Ein mutierter Dreiäugiger Kabeljau, das wäre doch was.

 
   
   

Da Stefan sich also wieder mal irgendwo in der Stadt herumtreibt, bleibt es an Kalvin sich um Frederik zu kümmern. Der Kleine ist zwar nicht langsam von Begriff, aber die Hausaufgaben gehen doch leichter von der Hand, wenn Papa mithilft und ein paar von den blöden Rechenaufgaben selbst löst. Das kleine Einmaleins braucht man nach der Schule sowieso nie wieder.

 
   

Aber Frederik ist nicht immer zuhause und Kalvin ist nun endlich nicht mehr an das Haus gefesselt. Und wenn er auch nie ein Profisportler werden kann, weil der böse Alleinherrscher es einfach verbietet, so kann er sich doch fit halten. Darum ist er jetzt ein häufig gesehener Gast im Fitnessstudio und auch im Freibad.

 
   
 

Der Sport hält Kalvin zwar innerlich jung und fit, aber die Lebenszeitanzeige kann auch er nicht betrügen. Da Kalvin nicht so viele Bekannte hat, wird im kleinen Kreis beim gemeinsamen Sushi essen gefeiert.

 
     
 

Und dann darf Kalvin endlich mal selbst die Kerzen für sich selbst ausblasen, nachdem er das sonst immer stellvertretend für Frederik übernehmen musste. Und auch Kalvin träumt wohl davon als Senior die Welt zu bereisen. Seinem Kaftan nach zu urteilen, möchte er wohl am liebsten nach Ägypten reisen.

 
   
   

Stefan hat über die Jahre immer fleißig in seinem Garten gearbeitet und so manche perfekte Pflanze herangezüchtet. Und da sein Gemüse so gut ist, durfte er bald die lokalen Restaurants beliefern. Mit der letzten Lieferung war der Bistrochef so zufrieden, dass er Stefan in ein Uraltes Gärtnergeheimnis einweihte und ihm die Samen für eine Käse- und Eierpflanze überließ. Stefans Forschergeist ist sofort geweckt und jetzt versuchte er unermüdlich den Stoffwechselweg zu entschlüsseln, der einer Pflanze die Produktion von naturidentischen Eiern und Käse ermöglicht. Er sieht die „Nature“-Publikation schon in greifbarer Nähe.

   
   
 

Jetzt, wo er als Geheimforscher arbeitet, muss Stefan regelmäßig beim lokalen Stellvertreter des Alleinherrschers, in diesem Fall den Bruder seiner Drittfrau, Bericht erstatten. Als er am Rathaus ankommt, erwartet ihn eine wütende Menschentraube, die Protestschilder gen Himmel streckt. Im ersten Moment denkt Stefan erschrocken, dass wohl jemand gemerkt hat, dass eine seiner genmanipulierten, fischfressenden Pflanzen irgendwie aus dem Labor ausgebüchst ist. Aber dann stellt er erleichtert fest, dass der Protest sich doch nur gegen die lokale Polizei wendet. Glück gehabt.

   
 

Abends besucht er dann eine kleine Dinnerparty bei seiner Kollegin Moria Carpenter. Zum Glück hat er die Einladung angenommen, denn so hatte er die Gelegenheit sich noch ein letztes Mal von Moria zu verabschieden. Zwei Tage später wird sie nämlich vom Sensenmann  abgeholt. Damit ist von der Urbesetzung des wissenschaftlichen Institutes in Setra nur noch Stefan und sein Chef Jeremy übrig geblieben.

   
   
   

Frederik knüpft derweil weiter fleißig Freundschaften. Reynaldo ist schon sein bester Freund, aber er freundet sich auch mit den beiden Zeitungsjungen an. Tyson Lucas ist ihm aber der liebere von beiden, denn der haut bei einer Kissenschlacht immerhin ordentlich zurück, statt weinend davon zu laufen.

 
   
 

Nach der Schule besucht Frederik mehrmals in der Woche die Pfadfinder. Und von denen bekommt er lustige Aufgaben gestellt, wie etwa die Umgebung der Stadt nach seltenen Metallbrocken abzusuchen, die dann im wissenschaftlichen Institut untersucht werden können.

 
   
 

Zur Belohnung darf er das wissenschaftliche Institut dann auch besuchen. Allerdings wird er so schnell wohl nicht mehr hinein gelassen. Die Mitarbeiter fanden es nämlich nicht so witzig, als ihre Laborratten plötzlich frei in der Kantine herumliefen und dann spurlos in irgendwelchen Kabelschächten verschwanden. Frederik kann von Glück reden, dass sein Vater ein so hohes Tier im Institut ist und ihn da wieder raus boxt.

 
  Ende Woche 7  

 

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